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Hochwasserkatastrophe 2002
Schreiben von Landesgruppenleiter Ludwig SchmittDie IPA hilft
an alle Verbindungsstellen:

Inhalt:
- Existenzen bedroht
- Die Hoffnung stirbt zuletzt
- Füreinander einstehen
- Wir alle sind gefordert
- Wir können helfen
- Die Mittel kommen an
- Spendenkonto

Existenzen bedroht
Ein Hochwasser der Elbe und ihrer Nebenflüsse sowie der Donau mit bisher nicht bekannten Dimensionen hat in den vergangen Tagen, insbesondere die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, regelrecht überrollt. Die Bilder und Berichte in den Medien vermitteln uns Eindrücke, die wohl nur noch von jenen der Zerstörungen des II. Weltkrieges übertroffen werden. Die Infrastrukturen der betroffenen Gebiete (Verkehrswege, Versorgung usw.) sind weitgehend zusammengebrochen. Die Sachschäden sind immens und zur Zeit noch gar nicht abzuschätzen. Vor allem aber das menschliche Leid ist unbeschreiblich. Existenzen wurden vernichtet, Menschen getötet oder um ihren gesamten Besitz gebracht.

Die Hoffnung stirbt zuletzt
Was am schlimmsten ist: Viele der Betroffenen sind im Moment ohne Hoffnung, verzweifelt und wohl am Ende ihrer physischen und psychischen Kraft. Alleine werden die Mitbürger in den von der Flut betroffenen Gebieten die Zukunft nicht meistern können. Wir alle, insbesondere aber wir als IPA, sind aufgefordert, im Rahmen unserer Möglichkeiten nach Kräften zu helfen. Unter den Opfern sind auch zahlreiche Angehörige unseres Berufsstandes. Neben den enormen Einsatzbelastungen haben auch sie oft persönliche Verluste zu tragen.

Füreinander einstehen
Die Ereignisse am 11.9.2001 in New York waren schrecklich, vor allem im Hinblick auf die vielen Todesopfer der Attentate. Aber sie waren punktuell und die materiellen Schäden sind ebenso wenig mit denen der aktuellen Flutkatastrophe zu vergleichen, wie die Folgen der Oder-Hochwasser in den Jahren 1998 oder 2001. War für die IPA und ihre Mitglieder bereits damals die solidarische Hilfe selbstverständlich, dann gilt dies heute und vor dem Hintergrund, dass der "Kriegsschauplatz" im eigenen Lande liegt, um so mehr.

Wir alle sind gefordert
Die deutsche Sektion erhebt in Zusammenarbeit mit den von der Flut betroffenen Landesgruppen zur Zeit das Ausmaß der Folgen für Kollegen und IPA-Freunde, um dann zu helfen. Wir haben selbstverständlich einen Sozialfond, aus dem auch entsprechende Mittel bereitgestellt werden. Aber diese sind beschränkt und mit Sicherheit nicht ausreichend. Aus diesem Grunde sind wir alle gefordert - jedes einzelne Mitglied, jede Verbindungsstelle, jede Landesgruppe und jeder Freund der IPA, der sich mit uns auch in friedlichen Zeiten verbunden fühlt und unsere Arbeit unterstützt.
Mehr denn je ist unsere Solidarität und Hilfe gefordert. Ich bitte Sie alle um Ihre Spende, um unseren betroffenen Freunden und Kollegen in Ostdeutschland effektiv helfen zu können. Da bekanntlich eine schnelle Hilfe doppelt wirkt, bitte ich Sie alle dringend, Ihre Möglichkeiten zu prüfen und dann Ihre Geldspende möglichst umgehend auf das unten genannte Konto der Lgr. Baden-Württemberg zu überweisen. Im Augenblick sollten auch Geldspenden vor mögliche Sachspenden gehen, über deren Einsatz und Verteilung zu einem späteren Zeitpunkt zu befinden wäre.

Wir können helfen
Ich weiß, dass viele Verbindungsstellen in unserer Landesgruppe über teilweise beträchtliche Mittel verfügen und helfen können und ich bin mir sicher, dass sie sich in Anbetracht der großen Not, der gewaltigen Schäden im Hochwassergebiet, dem vorliegenden Spendenaufruf nicht verschließen werden.

Damit wir dem in den nächsten Tagen zu erwartenden Spendenaufruf der Deutschen Sektion frühzeitig entsprechen können, bitte ich Sie alle, Ihre Spenden möglichst bis zum 3.9.2002 zu überweisen. Wir könnten dann schnell reagieren und auch beim anstehenden Nationalen Kongress der IPA in Cottbus (5.-8.9.) erste Ergebnisse melden. Aus Ihren Überweisungsträgren sollte in jedem Falle der Name des Spenders und die betr. Vbst. (in Kurzform / ggf. Kennzeichen) erkennbar sein, damit wir bei der vorgesehenen Erstellung einer Spendenliste alle eingehenden Beträge auch zuordnen können.

Bitte überweisen Sie Ihre Geldspenden an die LG BW, Konto-Nr.: 1 249 226 bei der Deutschen Bank 24 AG, BLZ 600 700 24, Kennwort: "Flut".

Die Mittel kommen an
Auch wenn vielleicht einzelne Mitglieder oder Verbindungsstellen bei der Vielzahl von Aufrufen in den vergangenen Jahren eine eher reservierte Einstellung zu diesen Aktionen haben sollten - heute handelt es sich tatsächlich um eine Katastrophe, die unsere Hilfe in besonderem Maße erfordert. Ich danke Ihnen allen vorab im Namen der Landesgruppe BW und im amen der Deutschen Sektion für Ihre Hilfe!

Noch ein Hinweis: Einige Verbindungsstellen unserer Landesgruppe unterhalten partnerschaftliche Beziehungen zu Verbindungsstellen im Katastrophengebiet und wollen u.U. direkt helfen. Dies ist auch gut so und ohne weiteres akzeptabel. In diesen Fällen bitte ich Sie lediglich, uns nach Abschluss Ihrer selbständigen Spendenaktion um eine Mitteilung über deren Umfang.
Dieser Spendenaufruf geht an alle Verbindungsstellen und wird gleichzeitig auf der Homepage der Landesgruppe BW eingestellt.

Mit herzlichen Grüßen verbleibe ich Ihr
Ludwig Schmitt, Landesgruppenleiter

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