Es war eine gewisse Erwartungshaltung zu spüren, als am Freitagabend, 06.09.02, um 18:30 Uhr 111 IPA Gäste sich vor dem Eingang der Brasserie "Le Jardin" im Millennium Hotel and Resort in Stuttgart-Möhringen einfanden. Wusste doch niemand so recht, was ihn an diesem Abend erwarten würde.Die neugierigen Blicke, auch von den hintersten Stehplätzen, gingen immer wieder in Richtung Einlasstüre. Und sobald sich mehrere Personen davor tummelten, zog es irgendwie alle, ob bewusst oder unbewusst, in diese Richtung. Fragende Blicke huschten durch die Wandelhalle: Wann geht es denn endlich los? Auf was warten wir denn noch? Auf die Vampire?
Etwas verspätet öffnete sich dann die Türe zum Theater - Dinner - Krimi mit dem schönen Titel "MORD MIT BISS". Bekleidet mit schwarz-roten Vampirumhängen empfing uns das Serviceteam im Vorraum. Die Gäste nahmen, manche mit zitternder Hand, manche ganz forsch, ihren Vampircocktail vom Tablette entgegen.
Aber die Besucher hielten sich nicht lange im Vorraum auf. Auf der Suche nach den zugewiesen Tischen, im mit rötlichem Licht spärlich beleuchteten Raum, vergaßen viele, dass ein Cocktail im Stehen und nicht im Sitzen getrunken werden sollte. Obwohl - vielleicht wurden sie auch von freudiger Erwartung auf das bevorstehende Spektal in den Saal getrieben und um den besten Platz am Tisch besetzen zu können. Deshalb bemerkten einige erst spät, dass inzwischen echte Vampire durch den Raum schlichen und sie musterten.
Nachdem auch die Letzten ihr "Plätzchen" gefunden hatten, nahm das Spektakel seinen Lauf.
Die Schauspieler aus dem Musical "Tanz der Vampire" feiern nach der Vorstellung eine kleine Party. Graf von Krolock hat - wie sollte es anderes sein - zwei hübsche Mädels im Arm. Plötzlich liegt er im Sarg, springt aber sofort wieder heraus, flieht nach draußen und verstirbt. Mord? Ja, eindeutig Mord! Die Mädels greischen und weinen - wie bei jedem Mord - und beschuldigten sich gegenseitig, die Täterin zu sein.
Und jetzt kommt der große Auftritt der tüchtigen, schwäbischen Kriminalhauptkommissarin aus Stuttgart. Sie soll den Mord aufklären und den/die Täter hinter Schloss und Riegel bringen. Und was macht man in einer solchen Lage, ganz allein mit einem Mord? Richtig! Man richtet eine Soko ein. Ach was, nicht eine. Nein, sie hat gleich 13 Sokos berufen. Und dabei Namen vergeben, auf die nicht mal die KPI 1 gekommen wäre. Die 13 Tische waren die 13 Sokos. Und hießen:
- Tisch 1: Langostino
- Tisch 2: Farfalla
- Tisch 4: Cassis
- Tisch 5: Caramel
- Tisch 6: Asparagus
- Tisch 7: Aioli
- Tisch 8: Cappuccino
- Tisch 9: Dicke Bohne
- Tisch 10: Potato
- Tisch 11: Marinade
- Tisch 12: Kirsche
- Tisch 13: Spaghetti
- Tisch 14: Tomate
Die Ermittlungen in den sehr unterschiedlich besetzten Teams liefen auf Hochtouren. Jedes Detail der Handlung wurde gedreht und gewendet. Kriminalisten diskutierten mit Schutzpolizisten, BGS-Beamte mit Verwaltungsmitarbeitern, Angestellte mit Pensionären und schließlich alle kreuz und quer. Wichtig war nur: der Fall musste bis zum Dessert gelöst sein.
Die Vorspeise war Vergangenheit, die Wasserflaschen auf den Tischen geleert, ein Viertel Wein oder ein kühles Weizenbier beflügelte die Kombinationsgabe: War es ein(e) Täter(in) oder mehrere gemeinschaftlich?
Die Lösung schien greifbar nahe und doch konnten am Ende (nach dem Dessert) nur 5 Sokos das Rätsel lösen. Es waren die Teams: Langostino, Cappuccino, Kirsche, Spaghetti und Tomate. Mit stolzgeschwellter Brust lehnten sich die Gewinner zurück und nahmen huldvoll den Beifall entgegen :-).
Natürlich verraten wir hier nicht, wer der/die Täter(in) war. Reingehen, anschauen und mitmachen. Infos unter ["Mörderspiel.com"]