Vom 17. bis 20. September 2020 fand am Nationaal Paracentrum Teuge (NPCT) in den Niederlanden ein Fallschirmspringerkurs für 7 Mitglieder der IPA Stuttgart statt.
Die Fallschirmjägerkameradschaft Kaiserslautern (FJK) führte für die Polizeibeamten aus Baden-Württemberg in diesem Zeitraum einen Sonderkurs zum Erwerb des B- Brevets für den Grundlehrgang Fallschirmspringen Fläche/ Automatic und des Niederländischen Militär-Fallschirmspringerabzeichens durch. Am NPCT werden auch die Fallschirmspringer der Spezialeinheiten der niederländischen Streitkräfte und der niederländischen Polizei ausgebildet. Für den Abschluss des Staticline-Grundkurses waren neben der erfolgreichen Teilnahme an der theoretischen und praktischen Prüfung mindestens 5 Fallschirmsprünge aus einer Höhe von 4000 Fuss zu absolvieren.

Ausbildung und Prüfungen wurden hierbei durch einen Offizier des niederländischen Militärs mit Unterstützung durch einen Kollegen der Polizei Berlin (beides Mitglieder der FJK) durchgeführt. Der Unterricht umfasste neben den Regeln des Flugbetriebs auch die Materialkunde und den Aufbau eines Fallschirms sowie dessen Navigation und die Durchführung von Notfallmaßnahmen. Die Sicherheit stand hierbei immer an oberster Stelle. Notwendige Handgriffe und Abrolltechniken wurden am Boden solange trainiert, bis sie jeder im Team sicher beherrschte.

Nachdem alle Teammitglieder die theoretische und praktische Prüfung bestanden hatten, konnte mit dem eigentlichen Fallschirmspringen begonnen werden.
Bei idealen Wettervoraussetzungen für Sprungschüler fand unter blauem Himmel und bei mittlerer Windgeschwindigkeit am vorletzten Tag der Sprungdienst statt.
Alle Teilnehmer der IPA Stuttgart landeten hierbei erfolgreich und ohne sich zu verletzen in der vorgesehenen Dropezone des Flugfeldes. Im Anschluss fand die Verleihung der Lizenzen, Urkunden und Abzeichen an die stolzen und frischgebackenen Fallschirmspringer durch den Vorstand der FJK statt. Als Zeichen der Freundschaft wurde der Wimpel der IPA Verbindungsstelle Stuttgart an die FJK überreicht. Die Ausbildung war zwar hart und anstrengend, aber es blieb auch jeden Tag genügend Zeit um sich auf dem Campingplatz oder im Hangar-Restaurant in geselliger Runde mit den Kollegen und Kameraden auszutauschen. Kontakte wurden gepflegt und Freundschaften geschlossen. Glücklich war auch der Umstand, dass der Kurs noch vor der Einstufung der Niederlande zum Corona-Risikogebiet stattfinden konnte, danach wäre eine Teilnahme nicht mehr möglich gewesen.

Das nächste Event steht schon an:
Das Team der IPA Stuttgart wurde zum Fallschirmspringen bei den Carabinieri Paracadutisti, einer Spezialeinheit der italienischen Militärpolizei aus Livorno eingeladen.

Servo per Amikeco
und immer Glück ab!

Charly Kost
IPA Stuttgart

Am Sonntag, 30.09.2018, bereits ab 08:00 Uhr, trafen sich 14 Teilnehmer zur deutsch-amerikanischen Volkswanderung anlässlich des 43rd Annual Walk des SGAWC in der Weilerhauhalle in Filderstadt-Plattenhardt.

Unter Leitung von POK Kevin Bell (IPA Stuttgart), starteten bei strahlendem Sonnenschein in der gemischten Marschgruppe IPA-Mitglieder und –Freunde auf die 20 km Distanz.

Alle Teilnehmer kamen bis spätestens 13:00 Uhr wieder im Ziel an. Neben malerischer Landschaft und klarem Heimvorteil der Stuttgarter stand auch die Pflege der deutsch-amerikanischen Freundschaft im Vordergrund.

Wie jedes Jahr ließ man sich bei der Bewirtung nicht lumpen, der SGAWC bot wieder leckeres amerikanisches Essen, darunter z.B. American Pies und Barbecue aus dem Smoker an.

Auch die zahlreichen Gartenwirtschaften entlang der Strecke luden zum Verweilen ein. Rundum eine gelungene Veranstaltung, die nach einer Wiederholung ruft.

Wir nahmen auf Einladung durch die IPA Niederlande und durch das PP Gelderland-Süd mit einer 14-köpfigen gemischten Marschgruppe der IPA Stuttgart vom 17.-20.Juli 2018 am 102. Viertagesmarsch in Nijmegen/ Niederlande teil.

Unsere Gruppe bestand aus 6 Beamten des PP Stuttgart, 1 Beamtin des PP Konstanz, 1 Beamter des PP Einsatz, 2 Kollegen der Bundespolizei sowie 4 Zivilpersonen (1Leherin, 1 Student u. 2 Schülerinnen).

Wir fuhren in Fahrgemeinschaften nach Malden (nahe Nijmegen) und wurden dort von der IPA in einer Turnhalle im Camp der internationalen Polizeitruppen untergebracht.

Da wir die 4 x 50 km liefen, mussten wir täglich morgens um 02:00 Uhr aufstehen, Frühstück gab es ab 02:30 Uhr und der Bus der norwegischen Polizei brachte uns um 03:30 Uhr zum Startplatz ins Zentrum von Nijmegen. Dort fand, wie auch bei den Kontrollen entlang der Strecken die Vollzähligkeitsprüfung und das Einscannen der persönlichen Armbänder statt.

Um 04:00 Uhr ging’s dann los. Wir hatten täglich 13 Stunden Zeit, um ins Ziel zu kommen. Wir schafften das meist eine halbe Stunde früher. Auf der Strecke fand alle 10 km eine Versorgung durch einen Kollegen des PP Bochum mit seinem Fahrzeug statt.

2 Kollegen von PP Bochum und 5 Kollegen vom PP Essen hatten sich als Einzelläufer unserer Gruppe angeschlossen und wurden mitversorgt. Bei heißen Tagestemperaturen (tägl. 27-30 Grad) ging es jeden Tag als Rundweg 50 km in eine andere Himmelsrichtung.

Die Bevölkerung nahm wieder großen Anteil am Marsch und wir wurden in jedem Ort auch als deutsche Polizei bejubelt. Hunderte kleine Kinderhände mussten abgeklatscht werden, Geschenke in Form von Stickers, Patches, Luftballons, Kugelschreiber usw. wurden verteilt. Auf Strecke liefen wir in Uniform und mit Deutscher, Stuttgarter und NRW-Flagge.

Abends gab es ein warmes Abendessen. Dann stand die Wundversorgung und das Herrichten der Ausrüstung für den Folgetag an. Wer sich hier nicht beeilte, musste im Dunkeln packen, denn das Licht wurde täglich um 22:00 Uhr ausgeschaltet.

Trotz vieler Blasen, angeschwollenen Knie und Knöchel, schafften es ALLE am 4. Tag in’s Ziel und erhielten als Auszeichnung das Viertagekreuz, einen echten Orden, verliehen durch das holländische Königshaus.

Von den 44.480 gestarteten Teilnehmern kamen 41.006 ins Ziel. 3474 Distanz-Wanderer mussten abbrechen.

Am Tag nach dem Marsch waren wir vom PP Nijmegen zur Abschiedsveranstaltung (sog. Blasenfest) gemeinsam mit allen teilgenommenen ausländischen Polizeimarschgruppen eingeladen. Der Polizeipräsident und der Vorstand der IPA lobte unseren Erfolg und unsere junge Gruppe. Sie wollten wissen, wie wir so junge Menschen für die IPA begeistern könnten.

Wir machten überall noch Werbung für unseren eigenen IPA-Marsch, der aber bei vielen schon gut bekannt ist.

Dann ging es wieder nach Hause und so wie ich heute morgen erfahren habe, sind alle gut daheim angekommen.

Blasen verheilen, der Erfolg und die glücklichen Momente bleiben in Erinnerung.

Carl-Heinz Cost
Beisitzer Veranstaltungen

 

Am Donnerstag, dem 19.04.2018 traf sich die Delegation, die der Einladung zum Besuch des Carabinieri-Treffens in Verona gefolgt sind, bei Beate und Gernot Gaiser zum ausgiebigen Frühstück.

Danach traten Beate und Gernot Gaiser, Silvia und Rainer Seba, Stephan Stentke, Michael, Reinelde und Franco Pitscheider, Harald Weber und ich die Reise nach Verona an.

Gernot, Rainer und Stephan vertraten die Bundeswehr, Franco als ehemaliger Carabiniere natürlich die italienische Polizei, Michael als Zollermittler im LKA BW und Harald und ich die Polizei BW und natürlich die IPA.

Als Zwischenstation hatten wir uns Klausen in Südtirol ausgeschaut und übernachteten dort im Hotel Klostersepp. Nach unserer Ankunft hatten wir noch Zeit und wir erkundeten bei bestem Wetter die Gegend, bevor das gute Abendessen den Tag abrundete.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter und erreichten gegen Mittag Verona und unsere Unterkunft etwas außerhalb von Verona.

Im Hotel angekommen, konnten schon die ersten Kontakte geknüpft werden und wir wurden freundlichst empfangen. Ab hier erfolgten dann im Minutentakt Gespräche und natürlich Fotoaufnahmen zur Dokumentation dieser.

Nach Bezug unserer Zimmer wurden wir von einem Carabinieri-Bus in die Innenstadt von Verona gefahren und konnten dort die Präsentation einzelner Organisationen der Carabinieri bestaunen. So z.B. Kollegen der Reiterstaffel mit ihren prächtigen Uniformen. Ein gemischter Chor präsentierte sich vor zahlreichem Publikum. Abgesichert wurde die Veranstaltung von einer Streife mit einem hochmotorigen Alfa. Wir suchten den Kontakt mit den Kollegen und überreichten mitgebrachte Präsente der IPA und der Polizei Stuttgart. Und wie schon gesagt, ein Foto darf nicht fehlen!

Nach Rückkehr ins Hotel schloss der Abend mit einem Essen im Hotel ab. Zuvor wurden wir noch von Maresciallo Maggiore Roberto Monticelli (Presidente Sezione Estera), seiner Familie und von Dr. Virgilio Castri (Coordinatore Sezione Estera) herzlichst empfangen. Roberto Monticelli  war es, der unsere Einladung erst möglich gemacht hat und dies mit Franco Pitscheider umsetzte. Schon hier ein herzliches Dankeschön dafür. Zu unserer Überraschung wurden wir von diesem mit Auszeichnungen überhäuft und geehrt. Das hinterlässt bei uns sehr positive Erinnerungen. Auch wir überreichten Präsente und so wurde es ein gelungener Abschluss des Abends.

Nach wenig Schlaf ging es am Samstag sehr früh mit dem Shuttle-Bus nach Verona. Dort stand als nächster Programmpunkt das traditionelle Fahnenhissen und die Ehrung am Denkmal eines getöteten Carabiniere (Maresciallo Enrico Frassanito) an. Er wurde am 27. April 2006 zusammen mit anderen Carabinieri und Fallschirmjägern durch ein Attentat in Nassiriya (Irak) getötet. Dies natürlich alles sehr militärisch aufgezogen und akkurat durchgeführt. Sehr beeindruckend.

Der Chef der Carabinieri Generale di Corpo d’Armata Giovanni Nistri (ein 4 Sterne General) nahm die Fahnenparade ab und schritt an den zahlreich aufgestellten Carabinieri und uns grüßend vorbei. Natürlich alles mit Musikdarbietungen durch ein Orchester begleitet.

Harald und ich ließen es uns nicht nehmen am Denkmal des getöteten Carabinieri diesem unsere Ehre zu erweisen.

Eigentlich wäre nun die Rückfahrt zum Hotel auf dem Programm gestanden. Ob des guten Wetters entschieden wir uns aber in Verona zu bleiben und erkundeten ein wenig – nach vorausgegangener Stärkung in einem der zahlreichen Restaurants von Verona – die Innenstadt.

Dabei durfte natürlich ein Besuch des berühmten Balkons von Romeo und Julia nicht fehlen. Eigentlich wollte dort Rainer seiner Frau auf dem Balkon ein Ständchen singen, aber die Massen von Menschen verhinderten dies.

Jetzt aber passierte das, was gelebte IPA-Freundschaft bedeutet. Ein Mann sprach uns an und zeigte sofort seinen IPA-Ausweis. Es handelt sich um einen früheren italienischen Carabiniere, der uns an unserer Uniform mit IPA-Namenszug erkannt hat und den Kontakt suchte. Deswegen ließen wir es uns nicht nehmen, ihm einen Wimpel der IPA-Verbindungsstelle zu übereichen. Super – ‚Servo per Amikeco‘!

Bevor es anschließend – und das war eine tolle Überraschung – in die Arena von Verona zum Abendkonzert ging, trafen wir uns alle zu einem Gläschen auf dem großen Platz vor der Arena in einem dortigen Restaurant. Auch dort wurden wir wieder durch Franco einem General, Dr. Luciano Francini, vorgestellt. Dieser ist für alle ehemaligen Carabinieri, welche sich in vielen Ländern zu einer Vereinigung zusammengeschlossen haben, der Vorsitzende. Es entwickelten sich viele Gespräche und als Dank wurde ihm ein Poloshirt der IPA Stuttgart überreicht.

Dann war es soweit, Roberto überreichte uns die Eintrittskarten für die Arena und wir nahmen unsere tollen Plätze in der nahezu ausverkauften Arena ein. Was dann folgte kann ich nur so beschreiben: Wow – atemberaubend – sensationell!!!!!!

Das Orchester der Carabinieri mit 102 Musikern unter der Leitung des Dirigenten Colonnello Massimo Martinelli verzückte uns alle. Die Opernsängerinnen Cecilia Gasdìa und Anna Konovàlova (beide Sopran) und die beiden Opernsänger Prof. Roberto Lovera (Bariton und ehemaliger Carabiniere) und Roberto Lenoci (Tenor und aktiver Carabiniere) haute uns von den Socken. Gernot, welcher selber Musiker ist, bestätigte dies vollumfänglich. Er habe noch nie ein so gutes Orchester gehört. Über die Akustik in der Arena von Verona muss ich bestimmt nichts sagen – Traumhaft.

So ging der Abend leider viel zu schnell zu Ende. Aber wir freuten uns schon auf den nächsten Tag und fuhren wie immer mit den bereitgestellten Bussen zu unsrem Hotel. Dass wir dort noch einen ‚Absacker‘ zu uns nahmen, muss ich glaube nicht erwähnen.

Am Sonntag stand nun ein weiteres Highlight auf dem Programm: Die Parade in Verona! Nachdem wir uns alle in den feinen Polizei- bzw. Militärzwirn geworfen haben, ging es per Bus in die Innenstadt. Dort waren genaue Regularien einzuhalten und wir wurden recht weit vorne in der Paradeaufstellung positioniert.

Bevor es losging, war zahlreiches Händeschütteln angesagt. Franco stellte uns nach und nach den verschiedensten Generälen  und anderen Persönlichkeiten vor. Und wiederum waren wir mit unseren Uniformen aus Deutschland ein begehrtes Fotomotiv.

Dann war es aber soweit und die Parade ging los. Wir nahmen Aufstellung und unser ‚Defilee‘ begann und wurde durch zahlreiches Publikum begleitet. Bei unserem Vorbeischreiten am Publikum wurden wir ‚beklatscht‘ und freudig begrüßt. Gänsehaut pur. Leider war das Defilee recht schnell beendet und somit auch die Gesamtveranstaltung. Es muss nicht erwähnt werden, dass im Anschluss an die Parade noch umfangreiches Händeschütteln und Fotoshooting auf dem Programm stand.

Danach verlegten wir wieder ins Hotel um unsere Heimreise mit einem Zwischenstopp in Klausen anzutreten.

So endete unsere Verona-Reise zu den Carabinieri mit tollen und unvergesslichen Eindrücken. Als Unbekannte haben wir zusammen unseren Trip begonnen, als Freunde gingen wir auseinander. Ich möchte mich hiermit bei allen Mitreisenden für die tolle Kameradschaft während dieser Tage bedanken.

Jeder einzelne hat dazu beigetragen, dass diese Reise unvergesslich bleiben wird. Vor allem gilt aber der Dank an Reinelde und Franco Pitscheider, die die ganze Reise für uns organisiert haben. Ohne diese Vorbereitung wäre alles so nicht möglich gewesen.

Herzlichen Dank dafür!

Ganz im Sinne unseres Mottos: Servo per Amikeco (Dienen durch Freundschaft)

Mitreisende:

  • Gernot Gaiser (Oberstleutnant)
  • Beate Gaiser
  • Rainer Seba (Stabshauptmann)
  • Silvia Seba
  • Stephan Stentke (Oberstabsfeldwebel)
  • Michael (Zollamtmann beim LKA)
  • Franco Pitscheider (ehemaliger Carabiniere und IPA-Mitglied)
  • Reinelde Pitscheider
  • Harald Weber (Leitender Polizeidirektor beim PP Stuttgart)
  • Wolfgang Höflacher (Polizeihauptkommissar  beim PP Stuttgart)

Am Donnerstag, den 22. September fand zum ersten Mal unsere neue Veranstaltungsreihe IPA MEETS BOA statt. Es war eine grandiose Feier. Selbst IPA Mitglieder aus den Vereinigten Staaten nahmen daran teil. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals für eine so gelungene Party bei Euch bedanken. Ihr habt die Feier zu dem gemacht was sie ist – eine Party mit Wiederholungscharakter 🙂